Geschichte

Die evangelische Kirchengemeinde Oberndorf blickt auf eine sehr lange Geschichte zurück.

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Oberndorf fand im Jahre 788 statt.

Zeittafel

788
Der Kleriker Randolf schenkt dem Kloster Lorsch eine Kirche über dem Solmsbach, die nach Oberndorf gedeutet wird, da Oberndorf die ursprüngliche Mutterkirche des Solmser Kirchspiels war.
794
Erste Erwähnung der Solmser (Sulmisheimer) Mark, die sich im Süden bis nach Möttau erstreckt.
800
Albshausen (Alboldeshusen) wird in einem uni 800 angelegten Hufenregister erwähnt. Ein Schenker Albold, dem Albshausen seinen Namen zu verdanken scheint, ist 782 mit einer bedeutenden Vergabung aus der Wanendorfer Mark an das Kloster Lorsch vertreten.
802
Die Bieler (Bieller) Mark wird in dem Forscher Codex erwähnt.
912
Der Zehnte zu Albshausen gehört zur Stiftungsausstattung des Chorherrenstiftes St. Walpurgis zu Weilburg durch König Konrad I.
1100
Die Wasserburg in Burgsolms entsteht im Anschluß an einen Wirtschaftshof.
1128
Die beiden Orte Solmesso (Burgsolms und Oberndorf) werden erwähnt.
1129
Marquard von Solms bezeugt als Edelherr (vir nobilis) die Stiftung des Augustinerchorherrenstiftes Schiffenberg durch Clementia von Gleiberg. Marquard ist der älteste urkundlich überlieferte Solmser.
1164
Zwischen 1164 und 1179 stiftet der Wanderprediger Gottfried von Beselich das Kloster Altenberg und unterstellt es der Prämonstratenser-Abtei Rommersdorf hei Neuwied, die Altenberg mit Schwestern ihrer Filiale Wülfersberg besiedelt.
1192
Kaiser Heinrich Vl. bestätigt das Privileg seines Vaters, Kaiser Friedrichs I. (1155-1190), das Kloster Altenberg den Status eines reichsunmittelbaren Klosters gab.
1223
Mit Graf Heinrich (I.) ist erstmals der Grafentitel für die Herren von Solms urkundlich bezeugt.
1224
Christina von Biel (urkundlich erstmals 1239 genannt), eine Angehörige des Bieler Niederadeligengeschlechtes, steht als Meisterin bis zu ihrem Tode 1248 dem Kloster Altenberg vor.
1229
Elisabeth von Thüringen bringt ihre am 29. September 1227 geborene Tochter Gertrud nach dem Kloster Altenberg.
1232
Mit dem Ritter Iwan von Biel ist dieses Niederadeligengeschlecht erstmals urkundlich nachgewiesen.
1232
Ein Magister Carsilius wirkt als residierender Geistlicher (Pleban) am Solmser Kirchspiel.
1233
Heinrich (I.) von Solms wird von dem Ketzerverfolger Konrad von Marburg der Ketzerei beschuldigt und in Mainz als geständiger Ketzer geschoren. 1234 erreicht er nach dem Tode Konrads seine Rehabilitierung.
1248
Gertrud von Thüringen wird zur Meisterin des Klosters Altenberg gewählt. Unter ihrer Führung erlebt das Kloster seine materielle und spirituelle Blüte.